Evaluation des Projekts „Sicherung der Nachhaltigkeit von Kommunikations- und Fortbildungsmaßnahmen in der Gesundheitsversorgung von Menschen mit Behinderung“

 
Projektrolle
Evaluation

Ziele

Die Ziele des Projektes sind die Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Menschen mit Behinderung und die Steigerung ihrer Kompetenzen, außerdem die Erweiterung der Fähigkeiten und Erfahrungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gesundheits- und Sozialbereich. 
Um über eine geeignete und praktikable Unterlage für Menschen mit intellektueller Behinderung und/oder Kommunikationsschwierigkeiten zu verfügen sowie den Transfer relevanter Informationen ins Gesundheitssystem zu erleichtern, erarbeitete das Projektteam in einer Arbeitsgruppe mit ExpertInnen das Produkt GeKo-Wien. Dieses liegt derzeit als Pass und als GeKo-Wien-Mappe vor (www.geko.wien). In strukturierter Form können in beiden Unterlagen wichtige personenbezogene Daten, Informationen zu Kompetenzen, Bedürfnissen, Verhaltensweisen und Kommunikation sowie medizinische Daten eingetragen werden. Derzeit erfolgt eine breite Ausrollung und Erprobung der GeKo-Wien-Unterlagen. 
Zudem wurden mit Unterstützung von (inter)nationalen ExpertInnen Qualifizierungsmodule für MitarbeiterInnen, die in der Gesundheitsversorgung und Betreuung von Menschen mit Behinderung tätig sind, erarbeitet und schriftlich aufbereitet. In der aktuellen Projektphase ist die Umsetzung und Anbindung der Qualifizierungsmodule an geeigneten Stellen (z.B. Fort- und Weiterbildungsanbieter, Berufsverbände) geplant.
 

Umsetzung der Evaluation

Beide Maßnahmen werden prozessbegleitend und ergebnisbezogen evaluiert. Evaluationsziel ist es, die Wirksamkeit der Angebote und deren Nachhaltigkeit und Passgenauigkeit für die Zielgruppen fundiert zu analysieren. 
Um Rückmeldungen von NutzerInnen der GeKo-Wien-Unterlagen einzuholen, wird eine aktivierende Erhebung durchgeführt. Zu zwei Messzeitpunkten werden ausgewählte NutzerInnen zur Handhabbarkeit, zur Verständlichkeit und zur wahrgenommenen Nützlichkeit der Unterlagen befragt. Die Perspektive der Fachkräfte aus dem Gesundheits- und Sozialbereich wird ebenfalls über Interviews eingeholt. Um den Implementierungsprozess der Fort- und Weiterbildungseinrichtungen zu evaluieren, werden zusätzlich zu laufenden Evaluationsgesprächen mit dem Projektteam Schlüsselpersonen in Fort- und Weiterbildungseinrichtungen befragt. Das Evaluationsteam begleitet das Projektteam und unterstützt bei einer laufenden Reflexion des Projektverlaufs und bei der Diskussion von relevanten Fragestellungen. Im Sinne einer Lern- und Dialogfunktion der Evaluation sollen Zwischenergebnisse kontinuierlich genutzt werden, um die Qualität der Umsetzung zu gewährleisten und eine mögliche Erweiterung und Weiterentwicklung der Angebote nach 2018 zu konzipieren.
 

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