Evaluation 2018 bis 2021 der Umsetzung von regionalen Frühe-Hilfen-Netzwerken Österreich

 

Ziele

Ziel der regionalen Frühe-Hilfen-Netzwerke ist es, Familien in belastenden Situationen in der Lebensphase der frühen Kindheit bedarfsgerecht zu unterstützen. Die regionalen Frühe-Hilfen-Netzwerke bauen auf bereits verfügbare Angebote auf. Eine Familienbegleitung begleitet Familien und stellt sicher, dass Familien jene Unterstützung erhalten, die sie brauchen. Um den Aufbau und die laufende Pflege der Kooperationen im Netzwerk kümmert sich ein Netzwerk-Management.

Seit Anfang 2015 erfolgt in allen Bundesländern der Auf- bzw. Ausbau von regionalen Frühe-Hilfen-Netzwerken im Einklang mit der im Rahmen eines Grundlagenprojekts entwickelten österreichischen Grundkonzeption. Voraussichtlich werden Ende 2018 26 regionale Frühe-Hilfen-Netzwerke verfügbar sein, die insgesamt mehr als 60 politische Bezirke einschließen sollen. Die Ergebnisse der Begleitevaluationen im Zeitraum 2015 bis Frühjahr 2017 machten die Notwendigkeit der Definition und Umsetzung von überregionalen Qualitätsanforderungen deutlich. In der aktuellen Umsetzungsphase soll nunmehr der Fokus der Evaluation auf den Qualitätsstandard für regionale Frühe-Hilfen-Netzwerke gelegt werden, der im Zeitraum November 2017 bis November 2018 vom NZFH.at in enger Abstimmung mit den Frühe-HilfenKoordinator/inn/en der Bundesländer erarbeitet wird.

Umsetzung der Evaluation

Das Evaluationskonzept fokussiert den Prozess zur Festlegung und Abstimmung des Qualitätsstandards, die Umsetzung des Qualitätsstandards auf regionaler Ebene und die Kooperation zwischen NZFH.at und den regionalen Netzwerken. Zum Einsatz kommt ein systemischer Evaluationsansatz, der den Qualitätsstandard in Hinblick auf den Prozess der Entwicklung, der Implementierung und der Wirkung unter Berücksichtigung der spezifischen Kontextfaktoren untersucht. Basierend auf einem „Mixed-Method-Ansatz“ kommen qualitative und quantitative Methoden zum Einsatz. Das längsschnittliche Untersuchungsdesign (drei Evaluationszyklen) ermöglicht zudem eine Nachvollziehbarkeit von Veränderungen über die Zeit sowie eine reflexive Herangehensweise, durch die gegebenenfalls auf neue Erkenntnisse, Entwicklungen oder Anforderungen reagiert werden kann.

Ihr/e AnsprechpartnerIn