Partizipative Studie „Nichts über uns ohne uns“

Informationen über den zukünftigen Arbeitsplatz aus der Sicht von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung im Sinne des Betroffenen-Mainstreamings

 
Projektrolle
Forschung

Ziele

queraum. kultur- und sozialforschung wurde vom AMS Österreich beauftragt, eine empirische Studie durchzuführen, die als Grundlage dafür dienen soll, Berufsinformationsmaterialien den Bedürfnissen der Zielgruppe entsprechend zu gestalten. Der Studie liegen folgende Forschungsfragen zugrunde:

  • Wie empfinden Menschen mit Lern- bzw. geistigen Behinderungen die Informationen über die Tätigkeitsprofile von Arbeitsplätzen?
  • Welchen Chancen und Grenzen begegnen Menschen mit Behinderungen beim Erstzugang zum Arbeitsmarkt bzw. Wiedereintritt in ein Dienstverhältnis?
  • Wie müssen Informationen über Berufsmöglichkeiten gestaltet werden, damit die Zielgruppe ihre Möglichkeiten und Grenzen auch ausreizen kann?
  • Wie werden Berufe von Männern und Frauen mit Lern- bzw. geistigen Behinderungen gewählt?

Umsetzung

Ausgangspunkt der Studie ist eine kritische Evaluation von Berufsleitfäden und Informationsmaterialien, die von Fachleuten für Betroffene entwickelt worden sind. Gemäß des Ansatzes des Betroffenen-Mainstreamings wird diesen die Sichtweise von Menschen mit einer intellektuellen Beeinträchtigung bzw. Lernschwierigkeiten entgegengesetzt und eine forschungsbegleitende Referenzgruppe aus 12 VertreterInnen der Zielgruppe in die Planung, Durchführung und Auswertung der Untersuchung und ihrer Ergebnisse einbezogen. Im Rahmen von qualitativen Fokusgruppen und Leitfadeninterviews werden die Perspektiven von 48 Personen (arbeitssuchende Menschen mit Beeinträchtigung, Angehörige, LehrerInnen und Fachkräfte) erhoben und ausgewertet.